Sew Me

tender sew me sweet

Lesestoff und Millersquilting in Frankreich

Posted By on 3. Januar 2011

Normalerweise erwartet man bei einem Bericht über eine Ausstellung massenweise Fotos aller Möglichen Quilts. Damit kann ich leider nicht dienen. Das liegt ganz einfach daran, daß ich vom Stand in St. Marie aux Mines nicht weggekommen bin, bzw. nie wegkomme.

Wir stehen dort immer an einem 8 Meter langen aber recht schmalen Stand, mit kleiner Bucht sowie unserer endlos erscheinenden Schablonenwand gegenüber. In diesem Schlauch staut es sich sehr, zumal es an unserem Stand immer viel zu sehen gibt. Damit meine ich nicht in erster Linie die Produkte sondern die vorführungen. Meine Mutter, Esther Miller, quiltet am rechten Ende, gegenüber in der Bucht saßen dieses mal Ted Storm und eines Ihrer besten Schülerinnen, Agnes Ten Hoeve. Am anderen Ende stehen die Scheren, mit Jonathan als Vorführer und Schleifer. Da neben habe ich mit Mamas Bernina 1630 fleißig Phillips Fiberarts Produkte vorgenäht.

Die Besucherzahl war gefühlt ähnlich wie im letzten Jahr, ca. 15000 Besucher an vier Tagen. Ich vermute, daß es in diesem Jahr noch ein paar mehr waren, doch durch den großen Außenbereich in den Zelten, war der Druck nicht erhöht. Um den Anforderungen gerecht zu werden sind wir diesmal mit 8 Helfern plus Koch und Familie angereist. Ist schon praktisch wenn man für deutsche Verhältnisse eine Großfamilie hat.

Hier mal einige Fotos  vom Stand: (zum vergrößern klicken)

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Das schöne an Vorführungen ist, das sie relativ sprachunabhängig sind. Unser Englisch und Deutsch sollten nicht das Problem sein aber französisch, italienisch, dänisch, holländisch, spanisch, isländisch, russisch und japanisch… und was da noch alles „herum-babelt“, ist bei uns nicht wirklich vorhanden. Dann kann man nur nett lächeln und zeigen wie es gemacht wird. Meist kommt man dann miteinander zurecht. Zumindestens war die Nachfrage an meinem Tisch wirklich gut.  Auf die Gefahr hin, daß ich mich wiederhole. Ich als Anfänger kann die Phillips sachen problemlos vornähen und konnte öfter hören: hmmm… bon travail. Da will ich mich immer wehren. Es liegt nicht an mir. Ich bin ein Handwerker und bin gerade erst dabei das nähen zu lernen. Es liegt an der Technik und den Werkzeugen, nicht an mir. Meine Vorbreitung war also nicht umsonst.

Auch die Schere sind gut werggegangen. Deutlich mehr als in früheren Jahren. Zudem gab es eine verblüffendes Phänomen: Es gab ein Platz auf dem Scherentisch von dem sich mehr Scheren verkauft haben als an jedem anderen. Das viel auf als nach einem Tag eine bestimmte Stickschere beinahe ausverkauft war.  Diese bekam dann einen neuen Platz und wurde mit einer ersetzt, die wir sehr zahlreich mitgebracht hatten. Einen Tag später, das gleiche nochmal, denn schon wieder waren nur noch zwei Exemplare vorhanden. Auch die Dritte wurde bis auf ein Exemplar ausverkauft. Wir hatten dafür keinerlei Erklärung, aber der Effekt war nicht zu leugnen.

In diesem Jahr haben wir ein paar Tage Entspannung hinten angehängt. Das war auch bitter nötig. Zumindestens für mich, da ich eine gemeine Bronchitis hatte, die mich die ersten zwei Nächte wachgehalten hat. Die Landschaft im Elsass ist auch einfach herrlich. Ich fand es in den letzten Jahren immer schade, daß wir in solch eine schöne Gegend reisen und nichts sehen außer der Straße von der Ferienwohnung zur Arbeit. Diesmal war das anders! Wir hatten nachher zwei Tage an denen wir uns entspannt und die Umgebung etwas genossen haben. Dazu gehörten kleine Wanderungen, ein Burgbesuch sowie Autofahrten durch die wunderschönen Weingärten.

Hier nochmal einige Fotos:

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